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Bitterfeld - Meine StadtNatürlich möchte ich Ihnen auch etwas über meine Heimatstadt berichten. In Bitterfeld habe ich meine Kindheit und Jugend zum größten Teil verbracht, bevor mich mein Studium in die Universitätsstadt Dresden geführt hat. Bei den meisten wird Bitterfeld sicherlich keinen guten Ruf haben. Grund hierfür ist die industrieelle Vergangenheit der Stadt zu Zeiten der DDR. Dieses Bild über meine Heimatstadt möchte ich hier aber etwas gerade rücken. Bitterfeld bietet heute selbst was für Touristen.
Daten zur Stadt Bitterfeld: Bitterfeld ist die Kreisstadt des Landkreises Bitterfeld im Süden von Sachsen-Anhalt. Die Stadt hat eine Bevölkerungszahl von ungefähr 15.800 Einwohner. Der Trend ist seit der politischen Wende stark abnehmen. Bei einer Fläche von 27,80 m² entspricht die Bevölkerungsdichte 568 Einwohner pro m². Bitterfeld wird zum Juli 2007 mit der Nachbarstadt Wolfen und den angrenzenden Gemeinden Greppin, Holzweißig und Thalheim zu einer neuen Stadt mit zusammen über 50 000 Einwohnern fusioniere. Damit würde dann die viertgrößte Stadt in Sachsen-Anhalt entstehen. Der neue Name heißt dann Bitterfeld-Wolfen. Zur Geschichte von Bitterfeld: Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt vom 28. Juni 1224. Damit hat Bitterfeld schon ein stattliches Alter für eine deutsche Kleinstadt erreicht. Bitterfeld gehörte aber auch mal zu Sachsen. 1815 wurde sie durch den Wieder Kongress der preußischen Provinz Sachsen eingegliedert. Den großen Aufschwung erlebte Bitterfeld aber durch die Industrialisierung und die Anbindung ans Eisenbahnnetz zum Ende des 19. Jahrhunderts. Das heutige Kaufland an der Bismarkstraße in Bitterfeld war eine der ersten Industrieanlagen in der Stadt. Weitere Berühmtheit erreichte meine Stadt durch die vielen Tagebauanlagen. Von 1974 - 1993 hatte Bitterfeld eine Fülle von Tagebaurestlöchern und Bernsteinabbau in der Umgebung. Diese Löcher waren mit allen Ihren Auswirkungen sicher ein Fluch für die Mensch der Umgebung. Heute bilden die gefluteten Tagebaurestlöcher ein neues Tourismuscenter in der Region. Die Goitzsche mit allen ihren Attraktionen, wie der Pegelturm oder die Villa am Bernsteinsee, lockt nun Touristen aus den Umland nach Bitterfeld. Ein Industriegebiet ist Bitterfeld aber trotzdem noch. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg war Bitterfeld ein modernes Industriezentrum. Zu Zeiten der DDR wurde die Stadt zum Symbol für die marode Wirtschaft und gefährliche Umweltverschmutzung. In jenen Jahren trug die Stadt auch den wenig schmeichelhaften Titel "dreckigste Stadt Europas". Nach der politischen Wende wurden aber einige milliardenschwere Rekultivierungsmaßnahmen abgeschlossen. Die Natur konnte sich so wieder regenerieren und die Wirtschaft in Bitterfeld bekam ein neues sauberes Industrieimage. So haben sich auch einige große Marken, wie der Bayer Konzern, Degussa oder Linde angesiedelt. Das wohl bekannteste Zitat aus Bitterfeld: "Sehen wir uns nicht in dieser Welt, dann sehen wir uns in Bitterfeld." Ich war doch sehr stark überrascht, wie bekannt dieser Spruch über Bitterfeld doch ist. Fast jeden den ich über Bitterfeld frage kennt zumindest dieses Zitat. Doch woher kommt es und was soll es bedeuten? Der Ursprung liegt an der Verkehrsinfrastruktur. Bitterfeld war schon immer ein großer und wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Der Spruch in seiner Form zierte den Giebel der Gaststätte "Preußische Krone" (heutige Kreuzeck). Die Gaststätte war eine von zahlreichen Reisenden besuchte Station am Schnittpunkt wichtiger Verkehrsrouten. Hier kreuzten sich die Wege Berlin - Wittenberg - Halle und Magdeburg - Dessau - Leipzig. Tolle Ziele in Bitterfeld:
Meine Stadt habe ich Ihnen so hoffentlich etwas näher gebracht. Vielleicht auf ein Wiedersehen in Bitterfeld.
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